Super Randonneurs Serie 2018 geschafft

Battle of Stonefield - Check!

Vor ca. einer Woche habe ich meine sportlichen Ziele für das Jahr 2017 festgelegt und heute habe ich gleich das erste davon abhaken können - Battle of Stonefield, ein Hindernislauf (neudeutsch Obstacle Race)! Gleich vorab: es hat mir extrem Spaß gemacht und ich werde weitere solche Wettkämpfe absolvieren! Es war mein bisher erster derartiger Event und ich bin deshalb mit eher gemischten Gefühlen in die Nähe der Bergkette "Hohe Wand" in Niederösterreicht gefahren. Gemischte Gefühle nicht nur wegen des starken Regens und Winds, die auch während des gesamten Rennes anhielten, sondern vor allem ob ich die notwendige Kraft - von der Technik gar nicht zu reden - hätte, den Parcour von über 30 Hindernissen bzw. anderen Aufgaben (z.B. Speerwurf und Reifenheben) zu bewältigen. Zwischen den Hindernissen gab es immer wieder kürzere und längere Abschnitte bis 700m zu laufen. Das war eh ganz OK!

Activities 2017Ich habe mich natürlich vorbereitet und vor ca. 2 Monaten begonnen - neben dem Radtraining - auch meinen Oberkörper und die Arme zu kräftigen. Mein Ziel war es, zumindest 1 Klimmzug am 18. März zu schaffen. Ich weiß gar nicht mehr wie viele Jahrzehnte es her ist, dass ich das letzte Mal einen gemacht habe. In den letzten Jahren habe ich jedenfalls maximal mit Unterstützung einer Maschine im Fitness Center hie und da Klimmzug-Übungen gemacht. Ich habe mir das Programm "Pullup Progression - Primal Blueprint Fitness" von Mark Sisson, einem Coach (USA) im Ausdauersport-Bereich, der Training, LCHF/Keto-Ernährung und Lifestyle zu einem Gesamtkonzept verbindet, geschnappt und danach trainiert. Neben den Pullups waren noch Liegestütze und Planks an der Tagesordnung. Eine Woche vor dem Wettkampf habe ich tatsächlich meinen 1. Klimmzug hingekriegt! Das war ein schönes Zwischenziel für mich!

Bei der Battle war es allerdings zu wenig! Auch nicht mit ca. 2 kg weniger Körpergewicht, die ich mittels Fasten (nur Wasser) an den letzten 3 Tagen vor dem Rennen im wahrsten Sinne des Wortes "abspeckte". Fasten ist bei Keto-Adaption ein wunderbar effizientes Mittel um auf "Kampfgewicht" zu kommen, ohne dabei Muskeln und damit Kraft zu verlieren. Bei ketogener Lebensweise kommt auch während dieser längeren Zeit ohne Nahrung kaum ein sehr großes Hungergefühl auf - die "Fat burning engine" läuft einfach! Wenn der Magen zwischedurch mal nach Nahrung verlangt, reicht einfach Wasser oder Kaffee um ihn zu besänftigen. Während der 3 Tage habe ich auch einige Radeinheiten im Grundlagenausdauer Bereich absolviert, was den Fettstoffwechsel zusätzlich anregt.

Zurück zum Rennen: Es gab einen Rookie- und einen Elite-Bewerb. Zum Reinschnuppern war mir die "leichte" Version grad richtig und verlangt schon einiges ab ... Kraft in den Beinen allein reicht da nicht aus. Ich habe zwar nur bei 4 von den Hindernissen einige Straf-Burpees machen müssen ... bei den Elite-Vorgaben wären sicher noch 5 bis 7 Ersatz-Burpee-Einheiten dazu gekommen - weil gewisse Hindernisse dann ohne eine Benutzung von Trittflächen - rein nur mit der Kraft der Arme in Kombination mit entsprechender Technik - zu überwinden sind.

Geschafft! Platzierung im Mittelfeld besser als erwartet!Nichts desto trotz hatte ich extrem viel Spaß während des Laufes mit meinem Mitstreiter und auch vorher und nachher! Die Community ist voll nett und ich kam gleich ins Gespräch mit vielen Startern, die auch gute Tipps für das Absolvieren der Hindernisse bereit hatten. Ich war nicht der einzige Newcomer und fühlte mich daher sehr wohl ... auch neben und mit den richtigen "Kraft-Lackeln" wie wir Österreicher zu den "starken Frauen & Männern" sagen - ja es waren auch einige Frauen bei beiden Bewerben am Start.

Ich landete in der Rookie-Wertung im guten Mittelfeld und bin sehr zufrieden mit diesem Ausgang. Das nicht so gut erwartete Ergebnis führe ich auf meine vergleichsweise bessere Laufperformance im Rennen zurück, wo ich immer wieder ein paar Mitbewerber wieder einholen konnte.




Keto Kalorien nach dem Rennen ...Nach dem Rennen ein paar Keto-Kalorien und ein nettes Gespräch mit meinem Freund und FDM Therapeuten Mario Maleschitz, der dieses Rennen organisiert! Ein großes DANKE an ihn und sein Team für diesen schönen Vormittag!

Am Nachmittag war ich dann noch 1,5h im Bahnrad-Stadion zum lockeren Ausradeln.

Für einen möglichen weiteren Wettkampf dieser Art werde ich Oberkörper- und Arm-Training also jedenfalls weiter machen ... neben dem Rennradeln. Auf zu Klimmzug Nr. 2-5 !