Project Ketogenic Ultra Rad Challenge 2017

TKRP Phase II - New Investigations

TRKP Phase IIMein Vater hat mir eine Eigenschaft vererbt, die gleichzeitig Fluch und Segen ist! Er war während seiner Zeit als aktiver Landwirt - und auch jetzt noch- immer am Zahn der Zeit und hat sich immer wieder - nicht immer notwendige - Neuheiten an Maschinen und Geräte zugelegt - um sich und seiner Familie die harte Arbeit am Hof und auf den Feldern zu erleichtern.
Diese Annehmlichkeiten kosteten natürlich Geld - aber ist der Wert der Erleichterung und des Nutzens bei einer Aufgabe immer genau kalkulierbar?

Mir geht es ähnlich! Ich ticke auch so und bin dazu noch sehr Technik-verliebt! Das ist der Grund warum ich auch oft Dinge unbedingt haben muss - auch wenn sie manchmal kostspielig sind und zum Teil nur kurz zum Einsatz kommen ... In den letzen Wochen sind nun wieder mal ein paar Gadgets bei mir eingetrudelt, die ich im Zusammenhang mit meinem Diabetes und meiner ketogenen Lebensweise UNBEDINGT brauche! Damit starte ich nun die Phase II meines TKRP-Projekts, die über ca. 3 bis 4 Wochen im Sept./Okt. über die Bühne gehen wird.

Durch die Erkenntnisse aus der Phase I meines TKRP-Projekts von Nov. 14 bis April 15 habe ich meine ketogene Ernährung und damit meinen Diabetes und Fettstoffwechsel nach wie vor sehr gut im Griff. Auch meine sportlichen Aktivitäten (radeln, laufen, Krafttraining) machen mir (wieder) Spaß und ich fühle mich sehr fit!

Was ich eigentlich im TKRP-Projekt bereits vor hatte, aber in der Umsetzung einfach zu mühsam war, ist die Erfassung von Blutzucker-Daten in sehr kurzen Abständen. Meinem Interesse an den verschiedenen Stoffwechselarten im Körper bin ich in der letzten Zeit nachgegangen und habe viel drüber gelesen. Vor allem auch wie die Versorgung der Muskelzellen bei intensiveren Belastungen funktioniert, wollte ich herausfinden und auch in der Praxis testen.

Abbot Freestyle Libre - Abbildung (c) Abbot Diabetes Care(c) Abbot Diabetes CareEine neues Produkt der Firma Abbot, der Freestyle Libre - lässt es nun zu, den Glukose-Spiegel ohne dauerndes Fingerstechen (für einen Tropfen Blut) zu messen und speichert sogar automatisch im 15-Minuten-Abstand die Blutzucker-Werte. Damit ist es nun möglich, sehr einfach und daher sehr oft den Blutzucker zu bestimmen. Das werde ich im Lauf des Projektes zum Austesten verschiedener Lebensmittel und auch bei meinen sportlichen Aktivitäten stark nutzen. Zu wissen, wie sich der Blutzucker verhält, ist die wichtigste Kenngröße in der ketogenen Ernährungsform - auch wenn der andere Wert - die Konzentration der Ketonkörper im Blut - erst die tatsächliche Effizienz des Fettstoffwechsel repräsentiert. Doch da Zucker-Spiegel und Keton-Spiegel im Blut sehr stark von einander abhängig sind, ist das Wissen über die aktuelle Höhe und den Verlauf des Blutzuckers in verschiedenen Situationen DER wesentliche Faktor!

Ketonix Breath Ketone Analyzer - Abbildung (c) Ketonix.com(c) Ketonix.comFür die permanente Messung des Keton-Spiegels gibt es leider noch keine praxistaugliche Möglichkeit! Es gibt aber eine alternative Mess-Methode über die Atemluft, die möglicherweise die Messung mit den teuren Blutketon-Teststreifen ersetzen kann. Das Gerät dafür habe ich mir ebenfalls geleistet. Es nennt sich KETONIX (Worlds first Reusable Breath Ketone Analyzer) und wurde vom Schweden Michel Lundell entwickelt. Im Zuge des aktuellen Projektes werde ich checken, wie verlässlich diese Keton-Messmethode wirklich ist und ob es tatsächlich eine gute und billige Alternative zur bisherigen Messung im Blut ist.

Darüber hinaus sind bei mir einige Lebensmittel und Nahrungsergänzungen zur Unterstützung im Sport im Vorratskasten gelandet und warten darauf, im Echteinsatz hinsichtlich Auswirkung auf Blutzucker und Stoffwechsel sowie Nutzen getestet zu werden. Vor allem gespannt bin ich schon, wie sich das US-amerikanische Produkt UCAN Superstarch verhält, das eine Kohlehydrat-Nahrung ist, aber keine Blutzucker/Insulin Crashs auslösen und damit den Fettstoffwechsel nicht unterbinden soll - neben der Glukose-Versorgung der Muskelzellen für intensive Belastungen. Spannend was hier versprochen wird, oder?

Ich werde all diese Produkte kurz vorstellen, ihre Tauglichkeit in der Praxis beschreiben und wie gewohnt soviel wie möglich an Datenmaterial im Umgang mit ihnen sammel, darstellen und analysieren.

Meine Neugier ist grenzenlos und ich freu mich, bald erste Ergebnisse hier bekanntgeben zu können. Unter uns: ich hab schon ein paar Experimente hinter mir ...