The Keto Reading Project

Auslöser

Auslöser The Keto Reading Project Auslöser The Keto Reading Project Foto (c) Jeff Deketo
Im März 2014 erhielt ich im Zuge einer Vorsorgeuntersuchung die Diagnose Diabetes - "zuckerkrank"! Seit dieser Zeit bin ich heimlicher Wissenschafter, Laborant und mein eigener Ernährungsberater und versuche durch die "richtige" Ernährungsweise in Verbindung mit Sport mein Diabetes-Monster "Sweety" zu zähmen - mit einigermaßen gutem Erfolg bisher ...

Diagnose Diabetes Typ-2! Das war natürlich erstmal ein Schock für mich! Ich wähnte mich bis dahin in bester Gesundheit vor allem weil ich über Jahre hinweg sportlich sehr aktiv war und bin und keinerlei Symptome irgendeiner Krankheit verspürte! Der Langzeitzuckerwert HbA1c lag damals bei knapp 8% (normal 4 - 6%), die Nüchternblutzucker-Werte zwischen 140 und 160 mg/dl (normal 80 - 100).

Entgegen des Anratens der Ärztin verzichtete ich auf die mir verschriebenen Medikamente und wählte als meine eigene Therapieform die Umstellung meiner Ernährung und weiterhin viel Sport! Die Einschränkung von Kohlenhydraten vor allem durch Weglassen meiner geliebten Süßspeisen und Snacks und vermehrte Verwendung von Vollkorn Produkten führten zu einer deutlichen Senkung des Blutzuckerspiegels - wie sich bei den folgenden Kontrollen herausstellte. Der HbA1c sank in 6 Monaten wieder auf 6,1%.

Nach weiteren Untersuchungen im April in der Internen Abteilung im Klinikum Klosterneuburg wurde die Typ-2 Diagnose auf Typ-1 revidiert! Da war's nun also offiziell: irgendwann hänge ich an der (Insulin-)Nadel - oder?! Ein Teil der Insulin produzierenden Beta Zellen meiner Bauchspeicheldrüse ist aber - bis heute - noch vorhanden. Eine Aussage in welchem Umfang ist nicht möglich! Der Arzt meines Vertrauens hielt an meiner Therapie "Gute Ernährung & Sport" fest und es klappte einige Zeit, den Blutzucker im Zaum zu halten. Ab Mitte August 2014 begannen allerdings die Nüchternblutzucker-Werte wieder anzusteigen und ich konnte mir keinen Reim drauf machen, warum! An "Therapiefehlern" im Bereich Ernährung oder Sport lag es jedenfalls nicht!

Der nächste Schritt in meiner Therapie war die Umstellung auf die Ketogene Ernährungsform, d.h. der Treibstoff für meinen Körper ist zum Großteil Fett und ausreichend Eiweiß! Kohlenhydrate stehen nur mehr in sehr eingeschränktem Umfang auf dem Speiseplan! Mit dieser Art der Ernährung stellt der Körper nach einer kurzen Anpassungszeit auf Fettstoffwechsel (Ketose) um und versorgt die Zellen mit Energie aus zugeführten oder im Körper gespeicherten Fetten. Durch die geringe Mengen an Kohlenhydraten bleibt der Blutzuckerspiegel auf einem niedrigen Niveau und es gibt keine raschen und hohen Anstiege des Blutzuckers, die eine große Menge an Insulin zur "Bereinigung" erfordern würden.

Nach einigen Tagen der Umstellung war bald deutlich sichtbar, dass diese Art der Ernährung tatsächlich wieder zur Normalisierung meiner Nüchternblutzucker-Werte führte! Somit war für mich klar, diese neue Spielart meiner "Ernährungs"-Therapie jedenfalls über ein paar Monate anzuwenden und dabei zu erfahren, ob diese Art Ernährung sich im "richtigen Leben" auch umsetzen läßt! Dazu später mehr!

Ich recherchierte sehr viel zum Thema "Ketogene Ernährung" und natürlich auch, wie ich erfahren und messen kann, wie gut der Körper sich tatsächlich aus den zugeführten oder vorhandenen Fetten versorgen kann und nicht über verschiedene andere Stoffwechsel-Mechanismen wertvolle andere Gewebe (Muskeln) abbaut. Die aussagekräftige Messgröße dafür ist die Menge der Beta-Ketone (Ketonkörper) im Blut, die - grob gesagt - aus Fettsäuren hergestellt werden und einen kompatiblen Brennstoff für die meisten Zellen des Körpers bilden.

Da die Messung mit zwar günstigen Urin-Teststreifen zu ungenau ist, besorgte ich mir ein Messgerät, das sowohl den Blutzucker als auch die Blutketone messen kann. Die Sensoren für die Keton-Messung sind extrem teuer und so wollte ich eher sparsam testen. Nach einigen Messungen kam ich bald zur Erkenntnis, dass mein Fettstoffwechsel auch nach 8 Wochen der Anpassung nur im niedrigen Bereich lag.

Irgend etwas passte noch nicht in meiner Ernährung, meinem Verhalten oder durch die Einflüsse aus meinem Umfeld! Aber was? Da muß ich doch mehr analysieren und messen ... und genau dafür startete am 1. November 2014 The Keto Reading Projekt!

Mehr in dieser Kategorie: « Partner