Project Ketogenic PeakBreak 2016

Leben ohne Brot

Seit dem Beginn meiner Ketogenen Ernährung im August 2014 habe ich nicht 1 Stück herkömmliches Brot - auch nicht Vollkornbrot - gegessen. Ich war früher allerdings ein richtiger Brot-Tiger und habe Brot in all seinen Spielformen (weiß, schwarz, Vollkorn, Bagels, Salzstangerln, Semmeln, Baguette, etc.) in mich hinein geschlungen. Meist am Abend zusammen mit einer kalten Jause (Wurst, Käse, Antipasti, ...) oder bei einem ausgiebigen Frühstück an den Wochenenden. Brot war immer griffbereit!

Seit der Diabetes Diagnose im März 2014 habe ich allerdings begonnen, auf die Qualität des Brotes zu achten und habe meist Vollkornbrot und Eiweißbrot mit einem geringeren Kohlenhydratanteil verwendet. Ein Leben ohne Brot konnte ich mir damals nicht vorstellen!

Als dann aber weiterer Handlungsbedarf zur Zügelung meines Blutzuckerspiegels bestand - ich wollte weiter ohne Medikamente auskommen - stieß ich bei meinen Recherchen auf das Buch "Leben ohne Brot" von Dr. Lutz, das ich dann ebenso verschlang wie zuvor das Brot - schnell und in großen Stücken. Dieses Buch initiierte mein Interesse an der Ketogenen Ernährung und lehrte mich all die Vorteile durch den Verzicht auf Brot und die generelle Einschränkung von Kohlenhydraten.

Diese Motivation, durch ein Leben ohne Brot mein Diabetes-Monster weiterhin in Zaum zu halten und meine Gesundheit nachhaltig zu stärken, machte es für mich als willensstarken Menschen recht einfach, wirklich ohne herkömmliches Brot und dergleichen auszukommen.

Was ich aber manchmal vermisste, war die Möglichkeit, leckere Pasteten, Butter, Wurst, etc. irgendwo drauf zu trapieren oder zu schmieren. Da wird man dann kreativ und findet schon Möglichkeiten wie z.B. Butter und Wurst auf ein paar Scheiben Käse oder Butter auf ein Stück Speck - hmmmmh!

Jeff's Low Carb BrotDoch die Konsistenz von Brot als Unterlage ist schon was Feines. Darum machte ich mich auf die Suche nach Alternativen zu normalem Brot und probierte verschiedene LC-Varianten. Die meisten waren für mich ungenießbar und ich experimentierte dann einfach selber weiter. Nach 4 bis 5 Iterationen hab ich nun ein Brot-Rezept, das sich nach Brot anfühlt und auch richtig schmeckt. Es hat einen Kohlenhydratanteil von nur ca. 5 Gramm/100! Eine Jause mit ein paar Schnitten davon ist also "sicher" ...

Ich verwende dieses Brot aber nicht alltäglich, sondern genieße es nur sporadisch und lasse es dann richtig meditativ auf meiner Zunge spüren und versuche sein Aromen und die vielen enthaltenen Gewürze zu identifizieren und das ist wirklich eine (Gaumen-)Freude!

Für den täglichen Bedarf einer "Unterlage" für verschiedene Speisen habe ich eine sehr gute Alternative aus dem Buch "Dr. Bernstein's Diabetes Solution: The Complete Guide to Achieving Normal Blood Sugars" gefunden, die sehr rasch hergestellt werden kann, sehr gut schmeckt und auch stabil genug ist, als Brotersatz zu dienen. Einfach eine oder 2 Scheiben Toastkäse in den Mikrowellenherd auf ein Stück Backpapier legen und so lange bei maximaler Leistung laufen lassen, bis der Käse anfängt Blasen zu werfen. Nach ein paar Versuchen kommt man drauf, wie es am optimalsten wird. Durch die vielen Lufteinschlüsse und die leichten Verbrennungen im Schmelzkäse bekommt man nach dem Abkühlen eine "crosse" und schmackhafte Unterlage für alle möglichen Auflagen. Einfach mal probieren ...